Beiträge von Roobert

    Hallo Michael,

    ich war 54, als ich die Diagnose bekam und dachte, dass die Zeit für einen makellosen Körper eh langsam vorbei wäre. Meine erste Absicht, mir eine Brustwarze tätowieren zu lassen, habe ich schnell aufgegeben, wollte dieser eh schon belasteten Region nicht noch Reize aufzwingen.

    Damals spielte ich viel Tennis und ich wunderte mich, dass es in der Umkleide und in der Dusche KEINEM Mann aufgefallen ist, dass meine Brust anders aussah. Es wurde mich immer egaler.

    Insgesamt war meine Therapie (OP, Chemo, Strahlen, Tamoxifen + GnRH Analoga) relativ leicht zu packen, sehr wenige Nebenwirkungen, bis auf die GnRH Dinger. Der Libidoverlust dadurch war heftig. Aber sonst so easy, dass ich meinte, wenn ich mir einen Krebs aussuchen müsste, würde ich wieder BK nehmen. ;)

    3 Jahre danach wurde festgestellt, dass mein BK erblich bedingt war, daher ließ ich mir die 2. Brust auch entfernen, sicherheitshalber.

    Die fehlenden Brüste spielen unterm Strich für mich gar keine Rolle. Soll nichts Schlimmeres passieren.

    Hoffe, dass ich diese Einstellung ein wenig auf Dich übertragen kann ;)

    Lieber Gruß und Glück auf

    Robert

    Hallo Ramon,

    ich hatte bei genetisch bedingtem Brustkrebs 2011 das Vergnügen, 5 Jahre Tamoxifen und dazu die ersten 3 Jahre die von Peter angeführten GnRH Analoga zu nehmen. Die Nebenwirkungen waren völliger Libidoverlust und Schwitzanfälle mehrmals pro Tag und in der Nacht, dass ich gescherzt habe, ich könnte als Rasensprenger arbeiten, wenn ich mich schüttle.

    Nach den drei Jahren waren die Symptome mit nur Tamoxifen ähnlich, aber deutlich geringer, das war schon eine Erleichterung. Aber auch die 5 Jahre sind vorbei gegangen.

    In dieser Zeit habe ich tantrische Seminare besucht, habe Empfindungen ohne "geile" Gefühle und ohne Erektion kennengelernt ... und meine jetztige Frau, mit der ich nun seit 10 Jahren zusammen und seit 2019 glücklich verheiratet bin.

    Ich schreibe Dir das alles nur, um Dir Mut zu machen, egal für welche Behandlung Du Dich entscheiden wirst.

    Alles Gute und halte zumindest die Ohren steif! ;)

    Robert

    Hallo Christian,

    ich finde auch, dass eine gynäkologische Praxis die richtige Wahl ist. Das sind einfach DIE ExpertInnen für "Brust" und werden nicht sagen "schau ma mal, kommens in drei Monaten wieder". So manchmal bei Hausärzt*innen geschehen.

    Du bist noch recht jung, das ist zwar keine Garantie, aber zumindest eine reduzierte Wahrscheinlichkeit für BK. Ich bekam es mit 54 und war damit einer der Jüngsten im Verein.

    Alles Gute und bitte berichte!

    LG Robert

    Auf der Website https://www.krankheitserfahrungen.de sind etliche Interviews zum Thema Krebs veröffentlicht, darunter auch drei Männer unter „Brustkrebs”, alle Namen sind Pseudonyme, die Fotos sind echt.

    Das mit mir: https://www.krankheitserfahrungen.de/module/brustkr…/heiner-toepfer, ich konnte auch am Ende auch unser Netzwerk erwähnen.

    Sowie: https://www.krankheitserfahrungen.de/module/brustkr…/klaus-deckmann

    Und: https://www.krankheitserfahrungen.de/module/brustkr…thomas-bergmann

    Hi Patrick,

    schließe mich PK an und bei mir ist es 11 Jahre her. Es gibt vermutlich drölfzig Gründe für das Symptom und mit der Untersuchung hast schon mal genau die richtige Entscheidung getroffen. Warte die Tage bis zum Ergebnis locker ab, sich Sorgen machen verändert das Ergebnis nicht. Das habe ich im Laufe der 11 Jahre gelernt.

    Nimmst die Hürden FALLS sie kommen und bitte berichte.

    Hallo Uwe,

    freut mich für Dich, dass Du alles recht gut verträgst! Gratuliere auch zu Deiner grundsätzlich zuversichtlichen Einstellung.

    Bei mir (ähnlich gestimmt) waren die 8 Chemo-Sessions vor 10 Jahren auch überraschend harmlos, hatte nicht mal Haarausfall, trotz 4 x „Taxotere”. Ein Doc meinte, das hätte er bisher noch nicht erlebt.

    Ich hatte vorher viel in Krebsforen über Chemonebenwirkungen „recherchiert”. Daraus habe ich gelernt, dass alles immer sehr individuell ist. Es war alles dabei, von „fast nix” bis „katastrophal”. Eine Userin berichtete, dass ihr schon VOR der 1. Chemo speiübel wurde ...

    Seither recherchiere ich fast nicht mehr, egal, was ansteht, und bin damit gut = angstfreier gefahren. Mein diesbez. Leitspruch: „Wie es wird, ist nicht vom Ausmaß meiner Sorgen abhängig, ich verschxxxxx mir nicht die Zeit bis dahin.”

    Wünsche Dir weiterhin alles Gute und bleibende Zuversicht!

    LG Robert

    Hallo Lisa,

    zu den Veränderungen kann ich mangels med. Kenntnisse nichts sagen. Rein statistisch gesehen hat der Hausarzt Recht, es ist unwahrscheinlich, aber eben nicht ausgeschlossen. Der Gang zum Gyn ist das Beste, das Ihr machen könnt, sicher ist sicher. :thumbup: Wir kennen einige Fälle, bei denen Hausärzte zu Männern sagten „schau ma mal” und das ist keine gute Idee.

    Sagt dem Gyn auch, ob es in direkter Linie Deines Mannes Unterleibs- oder Brustkrebs gab, das könnte (theoretisch) ein Indiz für vererbeten BK sein, Stichwort BRCA 1 oder 2. Kann dann mit einem Bluttest festgestellt werden.

    Alles Liebe, seid zuversichtlich ... und bitte berichte!

    LG Robert

    Hallo Gerald,

    freut mich, dass Du nach unsererem kurzen Austausch per Email nun auch im Forum bist! Welcome auch hier, hoffentlich nur auf „Durchreise”. ;)

    Aufgrund des noch vagen Verdachts auf einen OP-Termin Ende April zu warten, scheint mir nicht ideal, Stichwort „Früherkennung”, das Um & Auf auch bei Männern. Sollte es doch BK sein, ist das zu lange.

    In Deutschland (wo alle hier bis auf uns beide her sind), haben auch Brustzentren einen guten Ruf – mein Tipp, eine/n Gynäkologen/in aufzusuchen, rührt daher, dass manche Ärzte BK beim Mann nicht so am Radar haben und Gyns DIE ExpertInnen für Brust sind. Evtl. könntest Du eine Überweisung zu einer (ambulanten) Stanzbiospie früher bekommen, samt nachfolgender histologischer Diagnose.

    Zu den Lipomen und den schmerzenden Lymphknoten kann ich, wie geschrieben, mangels med. Kenntnisse nichts sagen, vielleicht haben ja andere unserer „Busenfreunde” gute Überlegungen dazu.

    Lieber Gruß auch aus NÖ (Purkersdorf)

    Robert

    Hallo Angsthase1083,

    mit dem Gang zum Arzt hast Du das einzig jetzt Sinnvolle schon getan. Und sein Plan mit dem Ultraschall klingt mir vernünftig.

    Die meisten Erfahrungen mit „Brust” haben zert. Brustzentren und natürlich Frauenärzte, das wären die nächsten Adressen, um ganz auf Nr. sicher zu gehen.

    Mein pers. Tipp bei solchen Verdachtsmomenten (ich hatte auch schon mehrere, die sich dann in Luft aufgelöst haben): Gehe vom Besten aus und sorge Dich nicht, auch wenn das leicht gesagt ist. Weil Sorgen und Angst nichts am Ergebnis der Untersuchungen verändern.

    Lieber Gruß und bitte berichte.

    Roobert