Hallo Michael,
ich war 54, als ich die Diagnose bekam und dachte, dass die Zeit für einen makellosen Körper eh langsam vorbei wäre. Meine erste Absicht, mir eine Brustwarze tätowieren zu lassen, habe ich schnell aufgegeben, wollte dieser eh schon belasteten Region nicht noch Reize aufzwingen.
Damals spielte ich viel Tennis und ich wunderte mich, dass es in der Umkleide und in der Dusche KEINEM Mann aufgefallen ist, dass meine Brust anders aussah. Es wurde mich immer egaler.
Insgesamt war meine Therapie (OP, Chemo, Strahlen, Tamoxifen + GnRH Analoga) relativ leicht zu packen, sehr wenige Nebenwirkungen, bis auf die GnRH Dinger. Der Libidoverlust dadurch war heftig. Aber sonst so easy, dass ich meinte, wenn ich mir einen Krebs aussuchen müsste, würde ich wieder BK nehmen. ![]()
3 Jahre danach wurde festgestellt, dass mein BK erblich bedingt war, daher ließ ich mir die 2. Brust auch entfernen, sicherheitshalber.
Die fehlenden Brüste spielen unterm Strich für mich gar keine Rolle. Soll nichts Schlimmeres passieren.
Hoffe, dass ich diese Einstellung ein wenig auf Dich übertragen kann ![]()
Lieber Gruß und Glück auf
Robert