Gynäkologe - Duodart

  • Für die Brustkrebsnachsorge bin ich jetzt auf der Suche nach einem Gynäkologen.

    Gehen Sie zu Ihrem Frauenarzt riet man mir im Krankenhaus.

    In diesem Forum las ich,das es einen Zusammenhang zwischen dem dem Arzneimittel Duodart (Prostata)

    und Brustkrebs gäbe. Das Präperat nehme ich seit 2 Jahren.

    Bin jetzt verunsichert und habe zunächst einen Termin beim Urologen um das abzuklären.

    Weiß jemand von Euch ob es gesicherte Erkenntnisse gibt ?

  • Über den Warnhinweis im Bulletin (ab Seite 13) des Bundesamtes für Arzneimittel, dass es möglicherweise einen Zusammenhang zwischen der Einahme von 5-alpha-Reduktasehemmern (ist in Duodart enthalten) und dem Auftreten von Brustkrebs beim Mann geben könnte hatte ich bereits hingewiesen.

    Neuere Studien verneinen allerdings diesen Zusammenhang

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5312705/

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6237523/#B34

    Aber bei uns stellt sich auch nicht mehr diese Frage, denn wir haben ja bereits Brustkrebs! Die Frage ist daher eher, ob durch dieses Medikament bei Männern die bereits Brustkrebs haben, die Gefahr für Rezidive steigt.

    Und darüber gibt es keine Erkenntnisse.

    Tatsache ist - durch die Einnahme der 5-alpha-Reduktasehemmer steigt der Testosteronspiegel und in der Folge auch der Östrogenspiegel. Und Östrogen ist nun mal „Futter“ für den Hormonabhängigen Brustkrebs.

    Allerdings blockiert Tamoxifen die Östrogenrezeptoren des Tumors (und der Anstieg ist ohne Folgen?)

    Sicher ist es sinnvoll dieses Problem beim Urologen anzusprechen. Vielleicht gibt es eine Alternative für die Behandlung des Prostataproblems?

  • Hallo disie56,

    Wie geht es dir im Moment?

    Ich habe wegen einer vergrößerten Prostata vom Urologen Duodart verschrieben bekommen. Nach etwa einem Jahr stellte ich fest, dass ich an der linken Brust Veränderungen bekam. Die Brustdrüse war verändert, nach innen eingezogen und ein kleiner Knoten war tastbar. Ich sagte das meinem Urologen, der das dann mit den Worten abtat: Das kann nicht sein, das geht wieder weg. Auch ein halbes Jahr später bekam ich das gleiche zu hören. Das sagte er ohne sich die Brust überhaupt anzuschauen. Nach einem weiteren halben Jahr bestand ich darauf daß er sich das mal ansieht. Er tat es nicht - ich nehme an aus Zeitgründen - denn länger als 3 -5 Minuten dauerte keine Behandlung - innerhalb dieser Zeit war auch noch eine IGEL. (Selbst zu bezahlende

    ärztliche Leistung) Er ließ sich aber überreden mir eine Überweisung zur Mammografie auszustellen. (Zwischenzeitlich hatte ich dann auch den Hausarzt konsultiert der , ohne sich das anzusehen, auch sagte daß es nicht sein kann.) Ergebnis der Mammografie positiv, danach ins Brustzentrum wo man bei einer Ultraschalluntersuchung den Verdacht bestätigte. Danach erfolgte 2 fache OP wobei auch Wächternoten und ein befallener Knoten entfernt wurden. Eine anschließende CT erbrachte keine weiteren Metastasen. (Es kann auch sein dass die CT auch gleich nach dem Ultraschall war, um das genau zu sagen müsste ich in den Unterlagen nachsehen)

    Das alles war im Klinikum in Braunschweig im certifizierten Brustzentrum, in dem ich mich sehr gut behandelt fühlte, endlich hatten Ärzte mal genügend Zeit für mich. :-)Zumindest setzte der Urologe dann Duodart ab, bis jetzt nehme ich nur noch Tamsulosin (Alphablocker) Insgesamt habe ich 2 jahre Duodart genommen.



    Das alles war Ende 2018, danach kam Betrahlung und Tamoxifen, beides vertrug bzw vertrage ich gut.

    Daß ich den Urologen wechselte ist ja wohl nachvollziehbar. Nun überlege ich noch ob ich eine Reha in Anspruch nehmen soll.

    Studien hin oder her, ich jedenfalls bekam Brustkrebs. Inwieweit das mit Duodart zu tun hat kann ich nicht beurteilen ...


    Rudi

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