Hallo aus Brühl Baden

  • Hallo ich bin der Martin aus Brühl Baden,

    nach vielen hin und her habe ich mich entschieden hier mich vorzustellen.

    bin Jahrgang 1964 ,im Juni 2025 ertastete ich an der Rechten Brust einen kleinen Knote,

    der mich etwas unruhig machte, dachte nichts schlimmes gehe aber mal lieber zum Arzt.

    Meine Hausärztin hat mich dann zur Radiologie in die Klinik Überwiesen zum Ultraschall.

    auf den Weg gemacht zur Radiologie da wurde ich aber erstmal zur Mammographie geleitet und

    danach Mamma Sono, Ergebnis da ist was komisches das man mit einer Biopsie klären müsste.

    Termin ausgemacht zur Biopsie und da hat mir ein Arbeitsunfall den Termin nicht wahr nehmen lassen

    im Dezember konnte ich die geplante Biopsie durch führen, am 29 Dezember bekam ich ein Anruf

    vom Arzt der mir mitteilte das es sich um ein bösartigen Tumor handelt.

    Super dachte ich, gut das ich Urlaub gebucht hatte mit meiner Familie und ich daher abgelenkt war.

    4 Wochen später Termin im Brustzentrum wo mir mal die Diagnose genauer dargestellt wurde.

    2 Wochen später Mastektomie mit Sentinel- Lymphonodektomie.

    keine Chemo vor OP und nach OP keine Empfehlung Chemo angedacht ,da ich einen APC Residenz

    habe sind wir am Abklären wie weit eine Antihormontherapie für mich in frage kommt.

    was ich mir für eine frage stelle, wenn die Schnittstellen bei OP Krebsfrei waren und der Lymphknoten ohne Krebszellen

    war der Tumor 1,9 cm Größe hatte mich einer Antihormontherapie einlassen sollte.

    Hat sich hier jemanden auch mit Alternativen Therapien befasst ?

    viele grüße an alle.

  • Moin Martin,

    vielen Dank für deinen Beitrag.

    Ich selber habe zwar keine Erfahrung zu dem Thema, habe aber einmal eine mir sehr gut bekannte Ärztin aus dem UKSH Kiel befragt, hier die Antwort:

    "aufgrund der APC-Resistenz, die das Risiko für Thrombosen und Embolien erhöht, würde man bei diesem Patienten eher auf Tamoxifen verzichten, da dies ebenfalls das Thromboembolie-Risiko erhöht. Stattdessen kann man einen Aromatasehemmer (Z.n. Letrozol) mit einem GnRH-Analogon einsetzen (Z.n. Zoladex). Wie diese Medikamente von Patienten vertragen werden, ist sehr unterschiedlich. Im besten Falle treten fast gar keine Nebenwirkungen auf.

    Wichtig zu wissen ist, dass die antihormonelle Therapie in erster Linie nicht darauf abzielt, das Rezidivrisiko in derselben Brust zu reduzieren (deswegen wird sie grundsätzlich immer eingesetzt auch wenn keine Lymphknoten befallen waren und die Schnittränder tumorfrei sind), sondern "schlummernde" Zellen im Rest des Körpers zu unterdrücken, sodass auch im langfristigen Verlauf keine Zweitkarzinome der anderen Brust entstehen und keine Metastasen in anderen Organen. Das Gefährliche an Brustkrebs ist ja nicht die Erkrankung in der Brust an sich (die Brust ist kein lebenswichtiges Organ) sondern Metastasen in lebenswichtigen Organen wie Lunge und Leber, die auch nach operativ behobener Erkrankung der Brust auftreten können.

    Grundsätzlich und laienverständlichen informieren über die antihormonelle Therapie kann man z.B. hier:

    Hormontherapie bei Brustkrebs
    Die Antihormontherapie ist eine wichtige Brustkrebs-Therapie. Welche Rolle spielen Medikamente wie Tamoxifen? Welche Nebenwirkungen sind möglich?
    www.krebsinformationsdienst.de

    https://www.krebshilfe.de/infomaterial/Blaue_Ratgeber/Brustkrebs_BlaueRatgeber_DeutscheKrebshilfe.pdf

    Zu alternativen Therapiemethoden kann ich nichts sagen, da diese nicht evidenzbasiert (wissenschaftlich belegt) sind und daher in der Schulmedizin nicht angewandt werden. Aufgrund dessen, dass es keine wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit gibt, sollte man von alternativen Therapiemethoden Abstand nehmen. Bezüglich einer komplementären (also ergänzenden Therapiemaßnahmen zur Schulmedizin) empfehle ich immer das Kapitel der AGO Mamma:

    https://www.ago-online.de/fileadmin/ago-online/downloads/_leitlinien/kommission_mamma/2025/D_PDF/AGO_2025D_23_Komplementaermedizin.pdf

    Hier ist insbesondere nachgewiesen, dass sich Sport positiv auf den Krankheitsverlauf auswirkt!

    Wenn man sein individuelles Rückfallrisiko berechnen will, kann man das Tool Predict Breast Cancer (https://breast.predict.cam/) verwenden, dies aber am besten nur im Austausch mit medizinischem Personal, um die Ergebnisse richtig interpretieren zu können. Hier kann man auch eingeben, welchen Zusatznutzen z.B. eine Chemotherapie oder Antihormonelle Therapie hat. Grundsätzlich ist hormonrezeptor-positiver Brustkrebs mit einer sehr guten Prognose verbunden, was erst mal gut ist!

    Vielleicht hilft das ein bisschen?

    Darüber hinaus sollte an die Vorstellung in einem Zentrum für Familiären Brust- und Eierstockkrebs zur Beratung und Testung gedacht werden." Zitat Ende!

    Grundsätzlich ist es immer richtig eine zweite Meinung einzuholen, wenn einem nicht wohl mit der Empfehlung der behandelnden Ärzte ist.

    Alle Gute weiterhin und berichte gerne über den weiteren Weg!

    Viele Grüße aus dem Norden in den Süden P.-K.

  • Hallo Peter-Klaus,

    vielen dank für deine Nachricht werde mich da durch Arbeiten.

    war heute bei der Genetischen Beratung und die haben mir Blut abgenommen und

    untersuche das.

    Es stehen noch Untersuchungen aus Gerinnungsambulanz.

    ja man darf nur nicht den Kopf hängen lassen. werde weiter

    berichten was sich tut. Den Mitgliedsantrag habe ich schon ausgefüllt

    und gebe ihn morgen zur Post.


    Viele Grüße aus Brühl Baden Martin

  • Moin Martin5,

    vielen Dank für deine Rückmeldung.

    Vom 10.-12. April findet in Bonn-Bad Godesberg unser Patiententreffen statt.

    Es dient hauptsächlich dem Austausch unter Betroffenen und Angehörigen, es werden aber auch Fachvorträge von Ärzten oder anderen Institutionen angeboten.

    Falls du Zeit und Interesse hast, melde dich gerne, dann sende ich dir die Einladung zu.


    Weiterhin alles erdenklich Gute P.-K.